Baureihe E 94: Arbeitstier für den schweren Güterzugdienst

5. August 2018

Mit der Baureihe E 94, Spitzname „Deutsches Krokodil“, stellte die DRG eine sechsachsige Elektrolokomotive für den schweren Güterzugdienst in Dienst. Auch im Modell ist die Lok ein Gigant auf Schienen.

Die Nachbildung im Maßstab 1:87 ist nach wie vor ein Klassiker im Roco-Programm. Im Laufe der vielen Jahre erfuhr die E 94 zahlreiche kleine und größere Anpassungen. Heute ist sie mit einem kräftigen Fünfpoler und einer PluX22-Schnittstelle bestens für die Aufgaben im Güterzugdienst gerüstet.

E 94 032 Roco) in der Schrägansicht von vorne

E 94 032 Roco) in der Schrägansicht von vorne. – Bild: Guido Kruschke

E 94 036 (Roco) in der Schrägansicht von vorne

E 94 036 (Roco) in der Schrägansicht von vorne. – Bild: Guido Kruschke

E 94 180 (Roco) in der Schrägansicht von vorne

E 94 180 (Roco) in der Schrägansicht von vorne. – Bild: Guido Kruschke

Auf der Oberland-Parkettbahn sind heute insgesamt drei Maschinen aus der Epoche 3 im Einsatz: E 94 032, E 94 036 und E 94 180. Die Modelle unterscheiden sich nicht nur in den Betriebsnummern, sondern auch in den Details, wie zum Beispiel bei den Dachaufbauten oder den Vorbauten.

Der Vorbau der E 94 180, der dieser Baureihe den Spitznamen

Der Vorbau der E 94 180, der dieser Baureihe den Spitznamen „Deutsches Krokodil“ einbrachte. – Bild: Guido Kruschke

94 032 und E 94 180 in der Schrägansicht von vorne

94 032 und E 94 180 in der Schrägansicht von vorne. – Bild: Guido Kruschke

Ein paar Etagen höher offenbart sich der Blick auf die Vorbauten und die Dachausrüstung der beiden Modelle

Ein paar Etagen höher offenbart sich der Blick auf die Vorbauten und die Dachausrüstung der beiden Modelle. – Bild: Guido Kruschke

Der vordere Dachbereich der E 94 180 in der Nahansicht

Der vordere Dachbereich der E 94 180 in der Nahansicht. – Bild: Guido Kruschke

Und die E 94 ziehen gut was weg. Sechs angetriebene Achsen lassen die Maschinen auch vor langen Güterzügen nicht einknicken. Wobei sich die Länge der Güterzüge auf unserer Parkettbahn in Grenzen hält, Steigungen gibt es bei uns gar nicht. Über all die Jahre haben sie klaglos und ohne Aufsehen ihren Dienst versehen.

Aus dieser Perspektive wirkt die E 94 180 besonders dynamisch und kraftvoll

Aus dieser Perspektive wirkt die E 94 180 besonders dynamisch und kraftvoll. – Bild: Guido Kruschke

Güterzüge mit 2.000 Tonnen in der Ebene mit 85 km/h, 1.600 Tonnen über 10 Promille Steigung mit 40 km/h, 1.000 Tonnen über 16 Promille mit 50 km/h und 600 Tonnen über 25 Promille mit 50 km/h zu ziehen – das waren die beeidruckenden Leistungsdaten der ab 1940 gebauten E 94, welche im Laufe ihres langen Arbeitslebens vorwiegend im Güterzugdienst eingesetzt wurde [1].

Sechsachsiger Güterzuggigant auf Schienen

Nach dem Zweiten Weltkrieg verblieben die meisten Loks bei der Deutschen Bundesbahn. Aus vorhandenen Teilen wurden auch nach Kriegsende noch Lokomotiven fertiggestellt und bei der DB und den Österreichischen Bundesbahnen in Betrieb genommen. Insgesamt 44 Maschinen erhielt die ÖBB, die sie als Reihe 1020 betrieb und bis 1995 ausmusterte. Im Bereich der Deutschen Reichsbahn waren 19 Lokomotiven verblieben, von denen aber 10 schadhaft abgestellt waren. Die E 94 032 wurde im Jahr 1948 zur DB abgegeben [2]. Mehr zur Geschichte der Baureihe E 94 auf Wikipedia. [1][2] Quelle: Wikipedia

Mit einem O-Wagenzug ist E 94 071 vom Bw Rosenheim am 27. Mai 1958 bei Prien unterwegs

Mit einem O-Wagenzug ist E 94 071 vom Bw Rosenheim am 27. Mai 1958 bei Prien unterwegs. – Bild: Helmut Röth, Bildarchiv der Eisenbahnstiftung

Baureihe E 94: Arbeitstier für den schweren Güterzugdienst

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