Korkbettung für eine sichere Gleisführung

8. September 2017 - Lesezeit: 2 Min

Im Parkettbahnbetrieb liegen die Gleise lose auf dem Boden auf. Von der Gesamtoptik her wirkt die Szenerie schon sehr karg. Eine Korkbettung, etwas Schotter, Gras und Farbe könnte das Ganze deutlich auflockern.

Parkettbahn Schottern Modellbahn C-Gleis Korkbettung

Und so könnte der Gleisbereich ausschauen, wenn er geschottert und begrünt ist. – Bild: Guido Kruschke

Für den fliegenden Aufbau auf dem Parkett reicht es, wenn die Gleise einfach ausgelegt und zusammengesteckt werden. In dieser Hinsicht ist das C-Gleis von Trix schlicht unschlagbar.

Schrauben, kleben, fräsen…

Schrauben oder nicht, das war die Frage, die ich mir stelle, wenn ich an späteren Betrieb auf den Segmentkästen denke. Schrauben wollte ich nicht, schon gar nicht mit den deutlich sichtbaren Schrauben im Gleiskörper. Kleben? Erscheint mir auch nicht als die ultimative Gleisbefestigung. Außerdem will ich die Bereiche links und rechts der C-Gleise einschottern und landschaftlich ansprechend gestalten.

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Beim Parkettbetrieb liegen die C-Gleise einfach auf dem Boden auf. Auf den Segmentkästen sollen sie später so verlegt werden, daß sie nicht verrutschen können. – Bild: Guido Kruschke

Eine Oberfräse könnte die Lösung sein – war sie aber doch nicht

Man könnte ja die Gleise einfach versenken. Zunächst werden die Umrisse der Gleisbettungen auf der Grundplatte eingezeichnet. Mit Hilfe einer Oberfräse können dann die unter dem Gleiskörper liegenden Bereiche etwa einen Millimeter eingefräst werden. Doch halt. Mein Spezl Schubi, seines Zeichens Hobbyschreiner und Holzspezialist, riet mir sofort ab. Viel zu aufwändig. Außerdem wären solche Fräsarbeiten endgültig und lassen sich bei einer eventuellen Gleisplanänderung nur schwer korrigieren.

Schubi schlägt als Alternative eine ein Millimeter hohe Korkbettung vor. Auch hier werden die Umrisse der Gleise auf den Kork übertragen, anschließend mit einem scharfen Bastelmesser ausgeschnitten. Die C-Gleise liegen dann zwischen den Korkbettungen. Diese Art der Gleisführung hätte den Vorteil, daß sie auch nachträglich korrigiert werden kann.

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Alle Gleiselemente sollen in einer Korkbettung verlegt werden. Das garantiert auch, daß die Gleise während des Betriebs sicher liegen und nicht verrutschen können. – Bild: Guido Kruschke

Ein erstes Testverlegen mit einer Weichenverbindung habe ich allerdings nicht mit dem teuren Kork, sondern mit 1 mm starken Karton ausprobiert.

Kartonstreifen für den ersten Test

Zunächst wird das Gleis ausgelegt, die Gleisabstände müssen auf den Millimeter stimmen. Anschließend werden die Konturen der Gleisbettung mit einem Bleistift auf den Karton aufgezeichnet und dann mit einem scharfen Bastelmesser ausgeschnitten. Fertig.

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Für den ersten Test der geplanten Korkbettungen verwende ich 1 mm starken Karton. Der teure Kork bleibt erst einmal unangetastet. – Bild: Guido Kruschke

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Mit einem Bleistift werden die Konturen der Gleisbettung auf den Karton übertragen. – Bild: Guido Kruschke

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Ein scharfes Bastelmesser trennt die Kartonstreifen heraus. Die Streifen müssen später exakt an der Gleisbettung anliegen. – Bild: Guido Kruschke

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Nach dem Zuschneiden können die fertigen Kartonstreifen an und zwischen die Gleisbettungen gelegt werden. – Bild: Guido Kruschke

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So sehen die eingelegten Kartonstreifen aus der Nähe aus. Daß sie nicht vollständig auf der Grundplatte aufliegen, liegt daran, daß ich sie nicht aufgeklebt habe. – Bild: Guido Kruschke

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Weitere Detailarbeiten am Gleisbett sind nicht ausgeschlossen. So könnte ich noch eine 1 mm starke Korkunterlage unter dem Gleisbett und den seitlichen Korkstreifen vorsehen, um beispielsweise Gleisklammern für Signale und die Verkabelung zu führen. – Bild: Guido Kruschke

Für den späteren Gleisbau werden die zugeschnittenen Korkstreifen in der Farbe der Gleisbettung angestrichen, dann erfolgt das Einschottern. Daran schließen sich weitere Feinarbeiten im Landschaftsbau an, wie zum Beispiel das Setzen von Grasbüscheln. Und wenn dann Betrieb gemacht wird, werden die zugeschnittenen Korkstreifen zwischen die Gleise direkt auf das Parkett gelegt.

Eine Alternative zum Anstreichen und Schottern wären fertige Schottermatten.

Korkbettung als ultimative Lösung?

Mit der Korkbettung schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen werden die Gleise sauber ausgerichtet und können im Betrieb nicht verrutschen. Zum anderen lassen sich die Gleisbereiche vor dem Verlegen der Gleise ordentlich einschottern, was der Gesamtoptik sehr gut tut.

 Ausblick  Das sind die ersten Ideen und Eindrücke für eine gestaltete Gleisbettung auf dem Parkett. Nun kann ich mir vorstellen, ein erstes Musterstück anzufertigen. Bis dahin sind noch ein paar Fragen zu klären:

• Wie werden die Gleisbettungen gelagert, wenn die Parkettbahn abgebaut ist?
• Müssen es zwingend Korkstreifen sein? Können die Gleise auch anders fixiert werden?

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Eine Korkbettung, etwas Schotter, Gras und Farbe könnte das verlegte C-Gleis deutlich auflockern.
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