Märklin-Weichenantriebe verlieren ihre Endabschaltung

15. Dezember 2015 - Lesezeit: 2 Min

Mal schalten sie, mal nicht. Auch die optimierten Weichenantriebe von Märklin zeigen sich auf meiner Parkettanlage alles andere als zuverlässig. Das läßt sich ändern, indem man zwei Mikroschalter ausbaut.

Märklin Endabschaltung

Auch die von Märklin als optimiert angebotenen Weichenantriebe lassen sich auf meiner Parkettbahn nicht zuverlässig schalten. Also müssen die Endabschalter ausgebaut werden. – Bild: Guido Kruschke

Schaut man sich in einschlägigen Modellbahnforen um, wird der Zuverlässigkeit der Antriebe kein besonders gutes Zeugnis ausgestellt. Der Knackpunkt beim Schalten scheinen die Endabschaltungen zu sein. Es sind kleine Schalter, die über die Stellstange betätigt werden. Und gerade diese Kombination hängt oftmals.

2015 haben die Göppinger ihre Weichenantriebe optimiert. Allerdings habe ich davon im Parkettbahnbetrieb nichts gemerkt, die Weichen schalten weiterhin, wann sie wollen. Also muß dringend Abhilfe geschaffen werden.

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Um die beiden Endabschalter auszubauen, muß die Bleckabdeckung des Weichenantriebs entfernt werden. – Bild: Guido Kruschke

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Nach dem Ausbau der Platine erkennt man die beiden Mikroschalter für die Endabschaltung (rote Kreise). – Bild: Guido Kruschke

Märklin Endabschaltung

Die beiden Mikroschalter sind ausgelötet, anschließend werden die Lötkontakte mit einem Draht oder einem Kabel überbrückt. – Bild: Guido Kruschke

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Mit DryFluid wird der Stellmechanismus der Weiche richtig leichtgängig gemacht. – Bild: Guido Kruschke

Raus mit der Endabschaltung

Und die Abhilfe besteht im Entfernen der beiden Endabschaltungen. Als Digitalbahner kann ich auf diese Teile verzichten. Meine Weichenantriebe werden mit WeichEi- und WeichZwei-Dekodern angesteuert, die über eine Abschaltautomatik verfügen. Zudem kann die Schaltzeit in Rocrail eingestellt werden.

Der Umbau ist recht einfach und nicht sonderlich zeitintensiv. Zunächst wird die obere Antriebsabdeckung entfernt. Dazu biegt man die kleinen Blechlaschen an den Seiten mit einem Schraubendreher vorsichtig um. Nach dem Entfernen kann die Platine mit dem Antrieb herausgenommen werden.

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Nach dem Umbau kann der Weichenantrieb wieder in die Weiche eingebaut werden. – Bild: Guido Kruschke

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Die WeichEi-Dekoder verfügen über eine Abschaltautomatik, so daß kein Antrieb durchbrennen kann. – Bild: Sven Brandt

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In Rocrail läßt sich zudem zu jeder Weiche die maximale Schaltzeit einstellen, in meinem Fall sind es 250 Millisekunden. – Bild: Guido Kruschke/Rocrail

Nun werden die eingelöteten Beine der beiden Microschalter mit einem Lötkolben erhitzt. Dann können die Schalter herausgehebelt oder mit einer Pinzette entfernt werden. Anschließend werden die beiden Lötkontakte auf der Platine mit einem kurzen Kabel oder Draht überbrückt.

Vor dem Aufsetzen der Antriebsabdeckung habe ich den Stellmechanismus mit DryFluid geschmiert. Danach wird die Abdeckung aufgesetzt und die Blechlaschen vorsichtig zurückgebogen.

 Fazit  Ein anschließender Test mit angeschlossenem WeichEi-Dekoder zeigt mir, daß sich der Umbau gelohnt hat. Der Antrieb schaltet die Weiche nun zuverlässig ohne Ausfälle um. Trotz der neuen Leichtgängigkeit bleibt der Stellmechanismus in der jeweiligen Endposition.

 Wichtig  Meine Umbaubeschreibung bezieht sich auf meine Kombination Weichenantrieb und WeichEi-Dekoder! Wird der Antrieb analog angesteuert, sollte die Endabschaltung auf keinen Fall ausgebaut werden.

Haftungsausschluß: Ich übernehme für die Richtigkeit der gemachten Angaben keinerlei Gewähr. Sollten durch die hier veröffentlichten Umbauanleitungen Schäden entstehen, schließe ich eine eventuelle Haftung ausdrücklich aus. Das Umsetzen der Umbauanleitung erfolgt auf eigene Gefahr!

Märklin-Weichenantriebe verlieren ihre Endabschaltung

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