Oberland fährt anders herum

26. April 2014 - Lesezeit: 2 Min

Ein fliegender Aufbau in der Planungsphase hat Vorteile. Kurz vor dem zweiten Fahrtag läuft es auf der Segmentanlage Oberland ganz anders. Der gesamte Plan wurde erneut gespiegelt und die östliche Einfahrt angepaßt.

Ein Stumpfgleis im östlichen Bahnhofsbereich von Weilheim sorgte dafür, daß ich die gesamte Planung umwerfen mußte. Denn das Gleis in der Funktion eines Wartegleises für Lokomotiven machte an dieser Stelle wenig Sinn, es gehört in den nördlichen Ausfahrbereich.

Ost-West-Tausch mit Folgen

Doch dieser Ost-West-Tausch hatte zur Folge, daß ich die gesamten Gleisanlagen spiegeln durfte. Das Planungsprogramm SCARM sieht natürlich keine solche Funktion vor, um dieses Spiegeln mal so eben mit einem Knopfdruck zu erledigen. Wenn beispielsweise aus linken Weichen auf einmal rechte Weichen werden, dann dürfte jede Software überfordert sein. Also wurde der Plan händisch umgebaut.

Segmentanlage Oberland 52

Der grüne Bereich zeigt die völlig neugestaltete Ost-Einfahrt in den Bahnhof Weilheim. Das rot markierte Gleis im Süden dient in der Ausbaustufe 02 nur noch zum Abstellen von Zuggarnituren und wird in der dritten Ausbaustufe verschwinden. – Bild: Guido Kruschke (zum Vergrößern klicken)

Insgesamt wirkt die östliche Einfahrt optisch wesentlich eleganter – mir jedenfalls gefällt der Gleisverlauf. Obwohl der Bahnhof Weilheim nur fünf Bahnsteiggleise hat, wirkt die Weichenstraße schon fast wie auf einem richtig großen Bahnhof. Doch auch hier gilt: Weichenschaltungen per Hand sind mit großem Aufwand verbunden. Damit erneuere ich meine Bitte an Viessmann: Liefert endlich den angekündigten Weichenantrieb mit Decoder aus!

Segmentanlage Oberland 53

Die Weichenstraße im Ostteil der Segmentanlage läßt nicht unbedingt auf einen fünfgleisigen Bahnhof schließen. – Bild: Guido Kruschke

Was mir besonders gut gefällt, ist die neugestaltete Ost-Einfahrt in den Bahnhof Weilheim. Die Weichenstraße, die auch einem größeren Bahnhof zur Ehre gereichen würde, sieht einfach nur elegant aus. Ob das auch in der Praxis so gut ausschaut, werden dann die Fahrtests anläßlich des 2. Oberland Fahrtags zeigen.

Tarnung ist alles

Das folgende Bild zeigt meine erste Idee für eine Tarnung der „kritschen“ Südkurve – allerdings noch im Zustand vor der großen Spiegelung. Im aktuellen Plan der zweiten Ausbaustufe wechselt die Kurve auf die andere Seite, bleibt aber im Süden.

Segmentanlage Oberland 51

Der Kurvenbeginn im Süden ließe sich optisch mit einer Straßenbrücke nebst Kurztunnel einfach "wegtarnen". – Bild: Guido Kruschke

Eine Straßenbrücke mit darunterliegendem Kurztunnel kann den Radius 3 optisch ein wenig entschärfen. Außerdem wird die gesamte Ecke durch dieses Bauwerk deutlich angenehmer wirken, als nur die plan verlegten Gleise nebeneinander.

Doch dieses Tarnspektakel ist erst ab der dritten Ausbaustufe vorgesehen. Der unvergessene Pit-Peg wird mir dann die eine oder andere Anregung geben, wie ich die Straßenbrücke mit Kurztunnel am besten hinbekomme.

 Ausblick  Wie werde ich eingentlich meine Bahnsteige gestalten? Stummis Modellbahnforum hat mir durch einen Zufall die Antwort geliefert. Im Thread „Märklin/Trix C-Gleis-Bahnsteige zum Selberbauen“ beschreibt Peter Müller, wie er sich das Bahnsteigleben auf einer Teppichbahn vorstellt. Das gefällt mir.

Oberland fährt anders herum

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