Oberland geht in den Untergrund

13. April 2014 - Lesezeit: 2 Min

In der letzten Ausbaustufe wird es in den Untergrund gehen. Dazu fahren die Zuggarnituren über eine Rampe nach unten, erreichen den Bahnhof Weilheim und kommen unterhalb von Wilzhofen wieder nach oben.

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Die rot markierten Gleisabschnitte führen in den Untergrund. Die Ebene 0 ist als Ringstrecke ausgeführt. Für den Haltepunkt gibt es noch keine Gleisplanidee. – Bild: Guido Kruschke (zum Vergrößern klicken)

Jawoll. Da steht in Kürze die Ausbaustufe 02 meiner Segmentanlage Oberland an und schon schweife ich gedanklich und planerisch mal in die letzte Ausbaustufe ab. Ich suche gerade nach einer betrieblichen Abwechslung im Kreisverkehr zwischen Weilheim und Wilzhofen. Und da kam ich recht schnell auf den Weg in den Untergrund.

In früheren Entwürfen und Skizzen für meine Kellerbahn waren mindestens zwei Ebenen ein Muß. Die Segmentanlage Oberland ist allerdings deutlich schmaler – und wo soll ich da noch eine zweite Ebene einziehen, die sich mit der oberen ersten Ebene auch noch verbinden läßt?

Rauf und runter – bei vier Prozent durchaus machbar

Planerisch scheint es zu funktionieren. Im obigen Gleisplanentwurf führen die rot markierten Gleisabschnitte in den Untergrund. Und promilletechnisch soll es auch für längere Zuggarnituren keine Traktionsprobleme geben. Auf 2,30 Metern sind neun Zentimeter zu überwinden – was einer Steigung/Gefälle von 3,92 Prozent entspricht.

Zuggarnituren lassen sich über die Ringstrecke nicht drehen. Allerdings wird der Fahrbetrieb ein wenig abwechslungsreicher.

Betonmauern und Arkaden werden den Gleisverlauf nach unten begleiten

Kaum manifestiert sich die Idee, in den Untergrund zu fahren, da bin ich gedanklich auch schon bei der modellmäßigen Gestaltung. Betonmauern und Arkaden sind auf jeden Fall mein Favorit. Google bringt mich dann bei der Bildersuche auf interessante Aunahmen in Stummis Modellbahnforum.

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Die eingleisige Strecke in den Untergrund braucht eine sichere Abstützung. Wie das im Modell aussehen kann, zeigt Thomas im BENELUX-Thread in Stummis Modellbahnforum. – Bild: Thomas

Wie eine gelungene Betonmauer mit und ohne Arkaden aussehen kann, stellt Thomas in seinem BENELUX-Thread in Stummis Modellbahnforum eindrucksvoll unter Beweis. Ähnlich möchte ich meine Auf- und Abfahrten später auch gestalten. Mit welchen Mitteln ich die betonierten Seitenmauern erstelle, weiß ich allerdings noch nicht. Mein Favorit sind aktuell die Silikonformen von Wolfgang Langmesser.

Kommt das Betriebswerk nun doch nach links?

Die acht Grundsegmente sind gesetzt, noch nicht klar ist allerdings die Belegung der beiden Innensegmente „Industrieanschluß“ und „Betriebswerk“. Im obigen Entwurf der Ausbaustufe 06 liegt das Betriebswerk im rechten Segmentbereich, während sich der Industrieanschluß mit einer geplanten Brauerei und einem BayWa-Ladegleis noch links befindet.

Das Betriebswerk wäre aber im linken Segmentbereich besser aufgehoben. Lokomotiven können direkt über das Gleis 1 zur Drehscheibe rollen, ohne die Fahrtrichtung ändern zu müssen.

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In diesem Entwurf tauschen die beiden grau markierten Innensegmente "Industrieanschluß" und "Betriebswerk" ihre Einbaupositionen. – Bild: Guido Kruschke (zum Vergrößern klicken)

Die Industrieanschlüsse lassen sich dann aus dem Bahnhof Wilzhofen erreichen. Dabei dient das Gleis 1 als Ausziehgleis. Dann sollte ich mir aber überlegen, wo die Zuglok für einen bereitgestellten Kurzgüterzug herkommt. Vielleicht in einer längeren Fahrt direkt aus dem Betriebswerk? Und das nächste Betriebsproblem liegt auch schon auf der Hand. Verläßt ein Kurzgüterzug den Bahnhof Wilzhofen, wird er einige Runden drehen müssen, um auf das richtige Fahrgleis der zweigleisigen Hauptstrecke zu kommen.

Ob der Tausch nun der Fahrspaß-Weisheit letzter Schluß ist, kann ich aber noch nicht sagen. Bis zur Umsetzung der letzten Ausbaustufe werden noch viele Monate vergehen.

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Soll ich die beiden Innensegmente tauschen oder es bei der hier skizzierten ersten Idee belassen? – Bild: Guido Kruschke (zum Vergrößern klicken)

 Link  In der Ruhmeshalle von Stummis Modellbahnforum beschreibt Thomas den Bau seiner BENELUX-Anlage. Sehenswert ist auch der Bau der Betonmauern und Arkaden.

 Ausblick  Nichts ist beständiger, als der Wechsel. Es ist noch weit hin, bis die ersten schweren Schnellzugdampfer auf der Drehscheibe zum Wenden kommen. Zeit wird es nun, die anstehende Ausbaustufe 02 umzusetzen und im Fahrbetrieb durchzuspielen.

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