Oberland-Segmentanlage bekommt neues Herbstgesicht

3. Oktober 2015 - Lesezeit: 2 Min

Aus mehr wird erst einmal weniger. Um die neuen Digitalkomponenten ausgiebig testen zu können, mußte die bisherige Segmentanlage ein wenig abspecken. Und die Kur hat gezeigt: Beim Fahrbetrieb geht es nun „schlanker“ zu.

Segmentanlage Herbstbahn 2015

Die Segmentanlage Oberland hat ein wenig abgespeckt und besteht jetzt aus einer zweigleisigen Hauptstrecke mit Bahnhof im Norden und einer großzügigen Kurvenkombination im Südwesten. Die grau markierten Gleise zeigen die alte Streckenführung, grün sind die neuen Gleise mit der großzügigen Kurve im Südwesten. – Bild: Guido Kruschke/SCARM

Zwei Wochen habe ich nun Zeit, die neue Herbstanlage auf dem Parkett zu testen. Basierend auf einer etwas großzügigen Interpretation des Bahnhofs Tutzing hatte ich zunächst eine zweigleisige Hauptstrecke mit abzweigender Nebenbahn skizziert. Diese Strecke würde räumlich gesehen das Wohnzimmer verlassen und damit auch aus dem Sichtfeld des Fahrdienstleiters Tutzing verschwinden. Dcoh diesen Plan mußte ich aus „personellen Gründen“ kurzfristig verschieben.

Großzügige Kurvenkombination im Westen

Stattdessen entstand ein fünfgleisiger Durchgangsbahnhof an einer zweigleisigen Hauptstrecke. Das Besondere an diesem Plan ist die großzügige Kurvenkombination an der westlichen Bahnhofsausfahrt. Die Strecke schlägt nun keinen 180-Grad-Bogen, sondern verläuft zunächst ein Stück Richtung Süden, um dann in einer langgezogenen Kurve wieder gen Osten zu schwenken. Gegenüber der 180-Grad-Variante habe ich nun 1,2 Meter mehr Fahrstrecke. Außerdem sieht die gesamte Anlage nicht mehr so steril-oval aus.

Begmentanlage Herbstbahn Bahnhof

Im neuen fünfgleisigen Bahnhof können nun auch Züge mit fünf maßstäblich langen Schnellzugwagen halten. – Bild: Guido Kruschke

Was mir am neuen Bahnhof besonders gefällt: Nun können an den (noch nicht vorhandenen) Bahnsteigen auch Züge mit fünf maßstäblich langen Schnellzugwagen halten. Die Gelegenheit hat Rivarossis TEE „Helvetia“ sofort genutzt, an diesem Wochenende ausnahmsweise mit einer Baureihe E 03 bespannt.

Ein Nachteil dieser Variante sollte nicht verschwiegen werden. Durch die maximale Raumausnutzung wäre es nun fast unmöglich, die gesamte Segmentanlage auf Stützen zu stellen, um sie auf Augenhöhe zu bringen. Diesen Plan habe ich noch nicht verworfen, denn Parkett- und Teppichbahner sind sehr flexibel, was den fliegenden Anlagenbau anbelangt – erste Ideen habe ich schon im Kopf.

Oberland-Segmentanlage bekommt neues Herbstgesicht

Alle Seiten des Beitrags:  Seite 1   Seite 2  

Schlagworte: , , , , , , , ,