Startschuß für die nächste Ausbaustufe

14. April 2014 - Lesezeit: 2 Min

Eine Pendelstrecke für den Schienenbus VT 98 und die E 69 mit ihren Silberlingen läßt den Gleisplan der Segmentanlage Oberland weiter anwachsen. Und der Abzweig Wilzhofen steigert den Fahrspaß auf der Hauptstrecke.

Segmentanlage Oberland 40

Mit der ersten Ausbaustufe habe ich Anfang April den Fahrbetrieb auf der Segmentanlage Oberland gestartet. Eine zweigleisige Hauptstrecke und eine eingleisige Nebenstrecke lassen schon ordentlichen Betrieb zu. – Bild: Guido Kruschke

Die erste Ausbaustufe der Segmentanlage Oberland bot fahrtechnisch schon Abwechslung. Drei Züge konnten unabhängig voneinander ihre Bahnen auf dem Trix-Schienenstrang ziehen. Ab und an ein Halt im Bahnhof Weilheim – und ab ging es wieder in unverminderter Fahrt durch den noch nicht angelegten Bahnhof Wilzhofen im Süden des Oberlands. Sehr erfreulich ist, daß Schnellzüge mit vier unverkürzten Wagen und der siebenteilige VT 11.5 an den Bahnsteigen Platz finden.

Eintönigkeit im Kreisverkehr – das muß nicht sein

Während des Wochenendbetriebs ergaben sich dann ein paar kleine Änderungen am Gleisplan. Gleichzeitig reifte in meinem Kopf schon der Plan zur zweiten Ausbaustufe. Mein Spezl Schubi, der mich am Fahrsonntag aufsuchte, monierte zu Recht den etwas eintönigen Fahrbetrieb im Kreis. Nun, lieber Schubi, daran wird sich erst einmal nichts ändern. Aber der Eintönigkeit kann und will ich schon was entgegenstellen.

Segmentanlage Oberland 39

In der zweiten Ausbaustufe kommt eine Pendelstrecke vom Bahnhof Weilheim nach Wilzhofen dazu. Unterhalb des Bahnhofs Wilzhofen zeichnet sich bereits das Gleis in den Untergrund ab. – Bild: Guido Kruschke

Und so gewann die zweite Ausbaustufe an Format. Eine Pendelstrecke vom Bahnhof Weilheim nach Wilzhofen wird eingerichtet. Darauf sollen sich dann in der Hauptsache kleine Wendeeinheiten, wie beispielsweise der rote Brummer VT 98 mit seinen Bei- und Steuerwagen und die Murnauer Leihgabe E 69 mit den zwei Klassikern in Form der Silberlinge, tummeln. Apropos roter Brummer: Insgesamt 12 Einheiten schlummern noch in meinen Kellerregalen und warten zum Großteil auf ihre Digitalisierung.

Handweichen werden zum Problem

Handweichen haben die Eigenschaft, daß sie tatsächlich händisch gestellt werden müssen. Liegen sie in Reichweite der Hände, so ist das kein Thema. Doch nun wächst Oberland – in der zweiten Ausbaustufe liegen sage und schreibe schon 23 Weichen schön verteilt auf 4,40 mal 1,60 Metern. Schaltungstechnisch ist das nur mit permanentem Hin- und Herrutschen auf dem Parkett möglich.

Segmentanlage Oberland 42

23 Handweichen fordern auf jeden Fall den Einzelspieler. Wenn Fahrstraßen gestellt werden müssen, artet das in richtige Arbeit aus. – Bild: Guido Kruschke

Schön ist, wenn die Spezln zum Betriebswochenende vorbeischauen. Da bekommt jeder seinen Fahrstraßen-Wirkungsbereich. Doch das ist keine Dauerlösung. Abhilfe wird Viessmann schaffen – mit seinem neuen Weichenantrieb mit Digitaldecoder (Art.-Nr. 4558). Doch die gibt es leider noch nicht.

Wilzhofener Gleiswechsel mit der Beinahe-Fahrt in den Untergrund

In der Ausbaustufe 01 durchfuhren die Züge den südlich gelegenen Bahnhof Wilzhofen im Schnelldurchgang. Das wird sich ändern. Angedeutet ist bereits das Gleis für die Fahrt in die Unterwelt. Es dient in erster Linie für das Abstellen von Zuggarnituren.

Segmentanlage Oberland 39

Elegant anzuschauen ist auf jeden Fall der Gleiswechsel im Bahnhof Wilzhofen. SCARM vermittelt bereits einen ersten virtuellen Eindruck von dieser Weichenkombination. – Bild: Guido Kruschke

Später können Zuggarnituren beispielsweise von der inneren Nebenstrecke über die Fahrt durch den Untergrund ohne Kreuzung direkt auf das äußere Gleis der Hauptstrecke wechseln.

Und nun? Die noch fehlenden Gleise sind bestellt. Wenn die Lieferung aus Detmold eintrifft, steht das nächste Fahr-Wochenende an. Meine Spezln werden kommen, denn ich stelle die Weichen garantiert nicht alleine…

 Link  An dieser Stelle ist es an der Zeit, meinen Hofgleislieferanten zu erwähnen. Alles, was ich bislang verbaut habe und noch verbauen werde, kommt schnell und zuverlässig aus dem ziemlich weit nördlich gelegenen Ostwestfalen, genauer gesagt vom Modellbahn-Shop Lippe aus Detmold.

 Ausblick  Jetzt wird erst einmal gefahren und gespielt. Der Betrieb soll zeigen, ob die Planungen auch für den maximalen Fahrspaß in der Praxis stehen. Dazu mache ich mir schon die ersten Gedanken, wie die Segmentkästen aussehen sollen. Die Ecksegmente sind immerhin 1,40 Meter lang – vielleicht geht es ja noch etwas kürzer.

Startschuß für die nächste Ausbaustufe

Schlagworte: , , , , , , , , ,