Roco z21 Start: Das digitale Herz unserer Ammerseebahn

Roco-Digitalzentrale z21 Start
Fahren, steuern und schalten. Das Herz unserer Ammerseebahn ist die Roco-Digitalzentrale z21 Start. – Bild: Guido Kruschke

Digital schalten, fahren und spielen aus einer Hand, das ist unser Ziel. Mit der Digitalzentrale z21 Start von Roco sind wir auf einem sehr guten Weg dorthin. Eine kleine Übersicht.

Rocos Digitalzentrale dürfte den heutigen Ansprüchen an eine Digitalsteuerung sicherlich gerecht werden. Mit der weißen z21 Start lassen sich bis zu 9.999 DCC-Lokdecoder und 2.048 DCC-Weichendecoder steuern. Im Unterschied zur großen schwarzen Z21 verfügt der kleine Bruder nur über Schnittstellenbuchsen für LAN, zwei X-BUS, einen Roco-Rückmelder und den Booster-Bus und bietet nicht die Möglichkeit, die Gleisspannung einzustellen. Für unsere Belange ist das mehr als ausreichend.

Die z21 wird durch die Eingabe eines Freischaltcodes zu einer netzwerkfähigen Zentrale. Dann lassen sich Züge und Weichen über WLAN mit einem Smartphone oder Tablet über die Z21 App oder einer PC-Steuerungssoftware fahren, steuern und schalten. Zudem ist die z21 kompatibel zu allen Multimaus-Modellen und zur Lokmaus 2.

Maximale Mobilität auf Höhe Null

Zur Steuerung unserer Ammerseebahn auf Höhe Null nutzen wir grundsätzlich kabellose Technik. Der gesamte Netzbetrieb wird über die Fritz!Box 7590 und die dazu passenden Netzwerkkomponenten abgewickelt. Die z21 ist per Ethernetkabel mit einem FRITZ!Powerline 1220E verbunden, die in unser Heimnetz integriert ist. Per WLAN regeln wir über Smartphones von Samsung, ein iPad Air 2 von Apple und ein Microsoft Surface 2 den gesamten Anlagenbetrieb.

Roco Z21 App
Fahren, steuern und schalten des Betriebs auf unserer Ammerseebahn über die Z21 App von Roco. – Screenshot: Guido Kruschke/Roco

Um wirklich komplett mobil unterwegs zu sein, ist eine App auf Smartphones und Tablets unbedingt erforderlich. Mit der Z21 App von Roco können schon seit Jahren Lokomotiven gesteuert und Weichen geschaltet werden. Seit April 2020 ist nun auch das Schalten von Weichen und Magnetartikeln und das Anlegen von Weichenstraßen in einem echten Gleisbildstellpult komfortabel geworden. Rückmelder sind auch möglich, wir setzen sie aber nicht ein.

Digitale Infrastruktur Ammerseebahn 2020
Die digitale Infrastruktur unserer Ammerseebahn 2020 mit der Roco z21 Start als digitales Herz. – Bild: Guido Kruschke

Kleiner Überblick über die Z21 App

Aus der Praxis für die Praxis. Das Anlegen einer Lokomotive und das Erstellen eines Gleisbildstellpults ist mit der runderneuerten Z21 App eine Sache von Minuten. Wir können uns an dieser Stelle viel Erklärungstext sparen, die Arbeitsschritte sind sehr intuitiv. Sollte es tatsächlich nicht auf Anhieb funktionieren, hilft die gezielte Suche über Google weiter.

Roco Z21 App Lokomotiven
Das Anlegen einer Lokomotive in der Z21 App ist unkompliziert und eine Sache von Minuten. – Screenshot: Guido Kruschke/Roco
Roco Z21 App Gleisbildstellpult
Seit April 2020 sieht das Gleisbildstellpult seinem großen Vorbild schon sehr ähnlich. – Screenshot: Guido Kruschke/Roco

Eine erstellte Anlagenvariante lässt sich in wenigen Sekunden auf andere Mobilgeräte übertragen und es spielt keine Rolle, ob diese Mobilgeräte unter iOS oder Android laufen.

Roco Z21 App Datenübertragung
Eine erstellte Anlagenvariante lässt sich in wenigen Sekunden auf andere Mobilgeräte übertragen. – Screenshot: Guido Kruschke/Roco

Ein kleiner Nachteil beim Einsatz der Z21 App wollen wir nicht verschweigen. Wir auf Tutzings Parkettbahn bauen immer wieder andere Layouts und Varianten bestehender Gleisanlagen auf. Für jedes Layout muss eine neue Anlagenvariante in der Z21 App angelegt werden. Wenn in der Zwischenzeit neue Lokomotivmodelle den Weg nach Tutzing finden, werden sie in die jeweils aktuelle Anlagenvariante eingebaut. Nutzen wir später eine ältere Variante, fehlt dort dieses Modell. Irgendwann einmal verliert man die Übersicht, welche Lokomotiven in welcher Anlagenvariante genutzt werden.

Wir behelfen uns damit, dass wir eine Anlagenvariante mit allen Lokomotivmodellen als Basis nehmen und sie ständig erweitern. Bauen wir ein neues Layout auf, kopieren wir unsere Basis-Anlagenvariante und erstellen ein neues Gleisbildstellpult, was in der neuen App wirklich recht zügig vonstatten geht. Wünschenswert wäre, wenn Roco bei künftigen App-Entwicklungen die Lokdatendatenbasis vom Layout trennt oder im Idealfall zulässt, eine Lokdatenbasis über einen PC einspielen zu können.

Immer akuell mit dem Z21 Maintenance Tool

Mit dem Z21 Maintenance Tool lassen sich die z21 Start und die Z21 über Ethernet oder WLAN konfigurieren und updaten. Das Programm wird mit einem Klick auf die heruntergeladende Datei gestartet, es lassen sich auch weitere Komponenten, wie Smart Rail, Z21 Multimaus und Z21 Detektor immer auf dem neusten Stand halten.

Roco Z21 Maintenance Tool
MIt dem Z21 Maintenance Tool lassen sich die z21 Start und die Z21 über Ethernet oder WLAN konfigurieren und updaten. – Screenshot: Guido Kruschke/Roco

Weiter können die CV der Digitaldecoder ausgelesen und neu beschrieben werden. Dafür bietet sich auch die Z21 App an, die uns bei diesen Einstellarbeiten etwas komfortabler erscheint.

Rocrail als Fallback

Zum Fahren und Steuern haben wir über viele Jahre auch einen PC und neuerdings ein Microsoft Surface 2 im Einsatz. Hier ist die freie Software Rocrail unter Windows 10 installiert.

Microsoft Surface 2 mit Rocrail
Unser Microsoft Surface 2 mit der Steuerungssoftware Rocrail dient als Fallback. – Bild: Guido Kruschke

Rocrail übernimmt sämtliche Aufgaben zur Steuerung einer Modellbahn und deren Zubehör. Lokomotiven und sämtliche Zubehörartikel können entweder manuell kontrolliert oder im Automatikbetrieb vollständig durch Software gesteuert werden. Vom Leistungsumfang bietet Rocrail deutlich mehr Möglichkeiten, als die Z21 App. Obwohl wir nur einen Bruchteil davon nutzen, ist und bleibt Rocrail eine echte Alternative zum Fahren und Steuern auf Tutzings Parkettbahn und dient uns als Fallback.

Steuerungssoftware Rocrail
Die Steuerungssoftware Rocrail als Fallback auf unserer Ammerseebahn. Die Software ist recht komplex, aber nicht kompliziert. – Screenshot: Guido Kruschke/Rocrail

Unser Fazit: Mit der z21 Start von Roco als Herz unserer digitalen Ammerseebahn-Infrastruktur sind wir sehr gut aufgestellt, alle anfallenden Arbeiten im Betrieb auf Höhe Null lassen sich schnell und einfach durchführen.

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