Trix Kokswagen V 90 Beitragsbild

Kübelwagen von Trix/Märklin: Koks auf die Schiene

Wenn ein Ganzzug aus Kübelwagen schwer beladen von einer V 90 gezogen über unsere Oberland-Parkettbahn rollt, dann kommen schon Heimatgefühle auf. Doch nicht nur im Revier hat ein solcher Zug seine Daseinsberechtigung.

Rocos V 90 mit einem Kokszug irgendwo im Revier unterwegs. Möglich erscheint aber auch ein Einsatz in Oberbayern, zum Beispiel auf der Strecke von Peißenberg nach Weilheim.
Rocos V 90 mit einem Kokszug irgendwo im Revier unterwegs. Möglich erscheint aber auch ein Einsatz in Oberbayern, zum Beispiel auf der Strecke von Peißenberg nach Weilheim. – Bild: Guido Kruschke

In der Epoche 3 waren diese Züge einfach Alltag auf den Bahnstrecken zwischen Duisburg und Dortmund. Doch auch unsere neue Heimat Oberbayern kennt Kohlezüge, wie sie zum Beispiel auf der Strecke zwischen Peißenberg und Weilheim/Obb im Einsatz waren. Belegt sind solche Einsätze mit den Zweiachsern meines Wissens zwar nicht, aber einsetzen werden wir die schönen Wagen trotzdem. Im Revier belassen wir eine V 90 vor den Ganzzügen, im Oberland erscheint eine E 94 geradezu prädestiniert.

Kokszüge für das Thema „Feuer und Wasser“

„Feuer und Wasser“, das war das Thema im Jahre 2002, als Trix sein Wagenset mit vier Kübelwagen der Gattung Okmm 38 auflegte. Das Fahrgestell des nach unten offenen Tragwagens bestand aus Metalldruckguss, darauf wurden die abnehmbaren Behälter aufgesteckt. Die Behälter selbst waren zweiteilig und konnten wie beim großen Vorbild aufgeklappt werden.

Zweiachsiger Kübelwagen Okmm 38 der Deutschen Bundesbahn mit drei Kübeln, die jeweils 12 Kubikmeter Ladegut aufnehmen können.
Zweiachsiger Kübelwagen Okmm 38 der Deutschen Bundesbahn mit drei Kübeln, die jeweils 12 m³ Ladegut aufnehmen können. – Bild: Guido Kruschke
Zweiachsiger Kübelwagen Okmm 38 der Deutschen Bundesbahn mit zwei Kübeln, die jeweils 24 Kubikmeter Ladegut aufnehmen können.
Zweiachsiger Kübelwagen Okmm 38 der Deutschen Bundesbahn mit zwei Kübeln, die jeweils 24 m³ Ladegut aufnehmen können. – Bild: Guido Kruschke

Selbstverständlich hatte auch Märklin diese Wagen im Programm. Diese Sets konnten später mit weiteren Packungen ergänz werden. Die Wagen aus den Folgesets trugen nicht nur andere Betriebsnummer, sondern bekamen „neue“ Behälter spendiert. Somit haben Modellbahner die Wahl zwischen Wagen mit drei Behältern mit einem Fassungsvermögen von jeweils 12 m³ und zwei Behältern mit je 24 m³.

Zweiachsiger Kübelwagen Okmm 38 mit drei Kübeln in der Ansicht von oben.
Zweiachsiger Kübelwagen Okmm 38 mit drei Kübeln in der Ansicht von oben. – Bild: Guido Kruschke
Zweiachsiger Kübelwagen Okmm 38 mit zwei Kübeln in der Ansicht von oben.
Zweiachsiger Kübelwagen Okmm 38 mit zwei Kübeln in der Ansicht von oben. – Bild: Guido Kruschke

Was soll ich nun die Wagen im Detail vorstellen? Ich bin sicher, daß die Bilder für sich sprechen. Der zweiachsige Tragwagen ist gut detailliert und sauber und lupenrein beschriftet. Das Geländer der aufgesteckten Bremserbühne ist vorbildgerecht gebogen. Die aus Kunststoff gefertigten Kübel sind zweiteilig und können wie beim großen Vorbild geklappt werden. Für den Transport auf der Schiene werden sie auf den Tragwagen aufgesteckt und sitzen beinahe bombenfest.

Oberland-Besucher werden diese Wagen künftig öfters auf Tutzings Parkett sehen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und wir sind durchaus geneigt, einem Fahrtag thematisch mit diesen Modellen zu füllen. Wie gesagt, auch im Oberland hätten die Kübelwagen durchaus zum Einsatz kommen können.

So schauen der Kübelwagen und die 12 Kubikmeter Kübel im Detail aus.
So schauen der Kübelwagen und die 12 m³ Kübel im Detail aus. – Bild: Guido Kruschke
So schauen der Kübelwagen und die 24 Kubikmeter Kübel im Detail aus.
So schauen der Kübelwagen und die 24 m³ Kübel im Detail aus. – Bild: Guido Kruschke
Die Modelle sind sauber und lupenrein beschriftet.
Die Modelle sind sauber und lupenrein beschriftet. – Bild: Guido Kruschke
Im Wagenverbund erkennt man deutlich die Unterschiede der 12 und 14 Kubikmeter Kübel auf den Okmm 38 Wagen.
Im Wagenverbund erkennt man deutlich die Unterschiede der 12 und 14 m³ Kübel auf den Okmm 38 Wagen. – Bild: Guido Kruschke

Anfang der 30er Jahre wurden die zweiachsigen Kübelwagen der Gattung Ok Nürnberg gebaut. Insgesamt 476 Fahrzeuge wurden ausgeliefert. Sie vereinfachten den Transport von Koks und Kohle vor allem im Ruhrgebiet zwischen den unzähligen Zechen, den Stahlwerken und den Binnenhäfen, wie zum Beispiel in Duisburg, wo das Ladegut auf Binnenschiffe umgeschlagen wurde. Die Kübelwagen waren bis 65 km/h zugelassen.

Hoher Einsatzbedarf in den 50er Jahren

In den 50er Jahren ersetzte die Deutsche Bundesbahn die alten Behälter durch eine neue Bauart mit modernen, glatten Seiten mit kleinen dreieckigen Einbuchtungen. Speziell für den Koksumschlag wurden 1957 als Ergänzung zum Okmm 38 noch 80 weitere Kübelwagen beschafft und als Okmm 58 eingereiht. Diese Wagen besaßen zwei Kübel mit jeweils 24 m³ Fassungsvermögen. Roco hatte diese Variante im Modellangebot.

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Kübelwagen von Trix/Märklin: Koks auf die Schiene
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Wenn ein Ganzzug aus Kübelwagen schwer beladen von einer V 90 gezogen über unsere Oberland-Parkettbahn rollt, dann kommen schon Heimatgefühle auf.
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ModellbahnTutzing
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6 Gedanken zu „Kübelwagen von Trix/Märklin: Koks auf die Schiene“

  1. Servus Stefan, eine 44 würde sich verdammt gut machen 😊. Ich habe auch noch ein paar OOt und will mal schauen, wie diese im Verbund mit den Okmm ausschauen. Bilder gibt es dann auch…

  2. Hallo Guido, schöne Fotos von Deinem Zug und ein interessantes Thema zur Zugbildung. Da würde sich sicher auch eine 44er gut machen, oder nicht?

  3. Bin grad über Google auf die Seite gekommen und begeistert. Kurz-knackige Vorstellung der Kübelwagen, dazu schöne (Detail)bilder. Danke 👍

  4. Guude Guido, tolle Wagen und ebenso toll in Szene gesetzt. Es gab doch mehr, als diese sechs Modelle, nicht wahr?

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