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Mittelleiter raus: Umbau einer schlanken C-Gleis Kreuzung

Trix schafft es einfach nicht, die schlanke C-Gleis Kreuzung aus dem Märklin-Programm ins eigene Zweileitersystem zu übernehmen. So ist erneut Selbstbau angesagt, der sich vom Aufwand aber in überschaubaren Grenzen hält.

Bevor man sich an den Umbau macht, sollte man bedenken, daß das Gleisprofil des Märklin C-Gleises eine Höhe von 2,5 mm aufweist, bei Trix sind es 2,1 mm. Außerdem unterscheiden sich die Gleisprofile in der Farbe/Material. Mich haben die feinen Unterschiede nicht gestört und im Betrieb machen sie sich auch nicht störend bemerkbar.

Für den Zweileiterbetrieb wird der Mittelleiter nicht benötigt, er wird also restlos entfernt.
Für den Zweileiterbetrieb wird der Mittelleiter nicht benötigt, er wird also restlos entfernt. – Bild: Guido Kruschke
Mit einer Zange werden die Mittelleiterteile mit sanfter Gewalt herausgezogen.
Mit einer Zange werden die Mittelleiterteile mit sanfter Gewalt herausgezogen. – Bild: Guido Kruschke
Will der Mittelleiter nicht so recht, drückt man die Punktkontakte vorsichtig von oben hinein.
Will der Mittelleiter nicht so recht, drückt man die Punktkontakte vorsichtig von oben hinein. – Bild: Guido Kruschke

Basis für den kleinen Umbau ist die schlanke Kreuzung, die im Fachhandel unter der Artikelnummer 24740 erhältlich ist. An Werkzeugen und Material benötigt man eine Zange, einen Proxxon mit Trennscheibe, Plasto-Spachtelmasse und Revell Aqua Color Farben nebst Flachpinsel. Bei allen Bohr- und Fräsarbeiten ist unbedingt eine geeignete Schutzbrille zu tragen!

Mit sanfter Gewalt geht alles

Den Mittelleiter wird man nicht in einem Stück herausbekommen. Mit der Trennscheibe wird dieser in handliche Längen getrennt, um ihn anschließend von der Unterseite her mit der Zange und leichter Gewalt herauszuziehen. Wenn sich der Mittelleiter querstellt, drückt man die Punktkontakte von oben rein. Das geht.

An den Gleisübergängen müssen dann die Kontaktstreifen getrennt werden. Hier leistet die Trennscheibe gute Dienste.

Die Kontaktstreifen werden an den rot markierten Stellen getrennt.
Die Kontaktstreifen werden an den rot markierten Stellen getrennt. – Bild: Guido Kruschke
Mit Plasto von Revell werden die Pukolöcher von unten zugespachtelt.
Mit Plasto von Revell werden die Pukolöcher von unten zugespachtelt. – Bild: Guido Kruschke
Der oben austretende Spachtel wird nach dem Austrocknen entfernt.
Der oben austretende Spachtel wird nach dem Austrocknen entfernt. – Bild: Guido Kruschke

Aus optischen Gründen sollte man die Punktkontaktlöcher schließen. Das geschieht mit dem Auftragen der Plasto-Spachtelmasse von Revell – und zwar von unten. So tritt die Spachtelmasse nach oben aus und läßt sich nach dem Austrocknen mit einem Cutter gut entfernen.

Um einen ordentlichen Stromfluß hinzubekommen, habe ich alle Kontakte an den Gleisenden verkabelt. Heißkleber hält den Kabelbaum nach dem Einlöten sicher im Gleisbett.

Ist der Spachtel ausgetrocknet, werden die überstehenden Rest mit dem Cutter entfernt.
Ist der Spachtel ausgetrocknet, werden die überstehenden Rest mit dem Cutter entfernt. – Bild: Guido Kruschke
Mit einem kleinen Kabelbaum werden alle Kontakte zu den Nachbargleisen verbunden.
Mit einem kleinen Kabelbaum werden alle Kontakte zu den Nachbargleisen verbunden. – Bild: Guido Kruschke
Ein wenig Heißkleber hält den Kabelbaum sicher im Gleisbett.
Ein wenig Heißkleber hält den Kabelbaum sicher im Gleisbett. – Bild: Guido Kruschke

Da das Märklin C-Gleis eine völlig andere Farbgebung als das Trix’sche Pendant hat, muß die schlanke Kreuzung farblich angepaßt werden. Für das Gleisbett verwende ich Revell Aqua Color Erdfarbe (36187) und für die Schwellen Revell Aqua Color Lederbraun (36184).

Aufgetragen werden die mit etwas Wasser verdünnten Farben mit einem schmalen Flachpinsel. Diese Arbeit geht recht schnell von der Hand. Nach dem Austrocknen der Farben ist ein Unterschied zum Trix C-Gleis kaum auszumachen.

Anschließend erfolgt die Farbgebung des Gleisbetts und der Schwellen mit Revell Aqua Color Farben.
Anschließend erfolgt die Farbgebung des Gleisbetts und der Schwellen mit Revell Aqua Color Farben. – Bild: Guido Kruschke
Eine Seite des Gleisbetts ist bereits farblich nachbehandelt.
Eine Seite des Gleisbetts ist bereits farblich nachbehandelt. – Bild: Guido Kruschke
Nach gut einer Stunde ist die schlanke Kreuzung umgebaut und an das Trix'sche C-Gleis angepaßt.
Nach gut einer Stunde ist die schlanke Kreuzung umgebaut und an das Trix’sche C-Gleis angepaßt. – Bild: Guido Kruschke

Wenn man die Trockungszeit des Plasto-Spachtels und der Aqua Color Farben nicht mit einrechnet, hat der Umbau der schlanken Kreuzung eine gute Stunde gedauert. Wer als Zweileiterbahner in seinen Gleisplänen eine solche Kreuzung benötigt, kommt aktuell um den beschriebenen Selbstbau nicht herum.

Der minimale Höhenunterschied der Gleisprofile von 0,4 mm fällt im Fahrbetrieb nicht ins Gewicht.
Der minimale Höhenunterschied der Gleisprofile von 0,4 mm fällt im Fahrbetrieb nicht ins Gewicht. – Bild: Guido Kruschke

Um einen sanften Übergang vom Trix- auf das Märklin-Gleisprofil zu bekommen, kann man die Gleisprofilenden der schlanken Kreuzung ein wenig anfeilen. Muß aber nicht unbedingt sein, denn auch mit dem minimalen Unterschied von 0,4 mm ist ein reibungsloser Betrieb möglich.

Zusammenfassung
Mittelleiter raus: Umbau einer schlanken C-Gleis Kreuzung
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Trix schafft es einfach nicht, die schlanke C-Gleis Kreuzung aus dem Märklin-Programm ins eigene Zweileitersystem zu übernehmen. So ist erneut Selbstbau angesagt.
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ModellbahnTutzing
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2 Gedanken zu „Mittelleiter raus: Umbau einer schlanken C-Gleis Kreuzung“

  1. Guude Guido, die zweite Kreuzung war fällig. Besonders freue ich mich auf die beiden Kreuzungen, die du mir in den nächsten Wochen dankenswerterweise umbaust. Die Übergabe machen wir dann persönlich am Würmsee.

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