Digital auf hohem Niveau: Baureihe 64 bekommt den ESU

Nach dem Appel kommt der ESU. Erstgenannter konnte sich bereits in den Baureihen 44 und 64 bewähren, doch ein ESU LokPilot V4.0 kann da aus unserer Sicht noch einen draufsetzen.

Ist das Bessere des Guten Feind? In Falle der beiden Decoder wäre diese Redensart doch ein wenig überzogen. Schlußendlich bietet aber der ESU LoPi V4.0 noch viel mehr Einstellmöglichkeiten, als der Appel-Decoder – genug Spielraum also für fahrtechnische Einstellfinessen.

Eine 64 haben wir im letzten Jahr mit dem ESU LoPi V4.0 ausgerüstet. Seine Werte werden mit dem LokProgrammer eingelesen, die Daten werden auf dem Rechner gespeichert.
Eine 64 haben wir im letzten Jahr mit dem ESU LoPi V4.0 ausgerüstet. Seine Werte werden mit dem LokProgrammer eingelesen, die Daten werden auf dem Rechner gespeichert. – Bild: Guido Kruschke

Wie schon beim Appel-Decoder beschrieben, ist der Einbau des neuen ESU-Decoders in die Baureihe 64 von Roco recht einfach. Neben einem Kreuzschlitzschraubendreher benötigt man nur noch eine Spitzpinzette und natürlich die den Lokmodellen beiliegende Anleitung.

Das Zerlegen der kleinen Maschine ist unspektakulär, die notwendigen Schritte können der Betriebsanleitung entnommen werden. Beim Abnehmen des Gehäuseoberteils, ist darauf zu achten, daß Führerhaus und Kessel nicht getrennt werden. Denn das spätere Zusammensetzen erfordert einige Geduld.

Die 64 wird soweit zerlegt, daß der 8-polige Decoderstecker in die Schnittstelle gesteckt werden kann. Leider paßt er nicht.
Die 64 wird soweit zerlegt, daß der 8-polige Decoderstecker in die Schnittstelle gesteckt werden kann. Leider paßt er nicht. – Bild: Guido Kruschke
Ein schmaler Steg am Decoderstecker muß entfernt werden. Beim Abtrennen ist Vorsicht geboten, die dünnen Kabel dürfen auf keinen Fall beschädigt werden.
Ein schmaler Steg am Decoderstecker muß entfernt werden. Beim Abtrennen ist Vorsicht geboten, die dünnen Kabel dürfen auf keinen Fall beschädigt werden. – Bild: Guido Kruschke

Beim Einstecken des 8-poligen Decodersteckers in die Schnittstelle wird man feststellen, daß er nicht paßt. Ein schmaler Steck am Decoderstecker muß vorsichtig entfernt werden. Nach dem Einstecken werden die Kabel unter der Führerhausbodenplatte nach hinten geführt, wo der ESU-Decoder senkrecht im Kohlenkasten stehen wird.

Nach dem Einstecken des Decoders wird die untere Gehäusehälfte der 64 aufgesetzt. Und nach der Gehäusehälfte kommt erst der Motor.
Nach dem Einstecken des Decoders wird die untere Gehäusehälfte der 64 aufgesetzt. Und nach der Gehäusehälfte kommt erst der Motor. – Bild: Guido Kruschke
Beim Einsetzen des Motors müssen die beiden Kontaktstreifen von der Platine von außen an den beiden Motorkontakten anliegen.
Beim Einsetzen des Motors müssen die beiden Kontaktstreifen von der Platine von außen an den beiden Motorkontakten anliegen. – Bild: Guido Kruschke

Nach dem Zusammenbau der Lokomotive ohne das Gehäuseoberteil mit Führerhaus und Kessel wird die 64 mit dem LokProgrammer programmiert. Künftig werden wir ein kleines Testoval aufbauen, welches wir direkt an den ESU-LokProgrammer anschließen.

Bevor das Gehäuseoberteil mit Führerhaus und Kessel aufgesetzt wird, programmiert man den Decoder und unterzieht anschließend die Lokomotive umfangreichen Fahr- und Einstellungstests.
Bevor das Gehäuseoberteil mit Führerhaus und Kessel aufgesetzt wird, programmiert man den Decoder und unterzieht anschließend die Lokomotive umfangreichen Fahr- und Einstellungstests. – Bild: Guido Kruschke
Zum Abschluß der Decoderarbeiten wird die 64 zusammengebaut und kann anschließend in den Betriebseinsatz gehen.
Zum Abschluß der Decoderarbeiten wird die 64 zusammengebaut und kann anschließend in den Betriebseinsatz gehen. – Bild: Guido Kruschke

Was jetzt noch fehlt, sind die Daten, die wir nach umfangreichen Fahr- und Einstellungstests ermittelt und programmiert haben.