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Trix C-Gleis Weiche: Schwächen im Herzstück

Nach unzähligen Parkettbahnstunden kam der Zeitpunkt, daß so manche Lokomotive auf den schlanken C-Gleis Weichen von Trix ganz kurze Aussetzer hatte. Lag es am Herzstück, das nicht richtig mit Spannung versorgt wird?

Kurze Aussetzer von Lokomotiven beim Überfahren der schlanken C-Gleis Weiche haben eine genaue Untersuchung eingeleitet. Liegt es wohlmöglich am Herzstück?
Kurze Aussetzer von Lokomotiven beim Überfahren der schlanken C-Gleis Weiche haben eine genaue Untersuchung eingeleitet. Liegt es wohlmöglich am Herzstück? – Bild: Guido Kruschke
Um an die Spannungsversorgung des Herzstücks zu gelangen, müssen Weichenantrieb und Decoder ausgebaut werden.
Um an die Spannungsversorgung des Herzstücks zu gelangen, müssen Weichenantrieb und Decoder ausgebaut werden. – Bild: Guido Kruschke

Eigentlich sind alle Weichen, die wir einsetzen, polarisiert. Über den entsprechend gesetzten Jumper auf der Platine an der Weichenunterseite wird das Herzstück, unabhängig von der Stellung der Weichenzungen, permanent mit Spannung versorgt. Soweit scheint alles zu passen.

Raus mit dem Herzstück

Um dem Problem auf den Grund zu gehen, habe ich das Herzstück ausgebaut. Darunter liegt ein kleiner Kupferkontakt, der zwischen der Spannungsversorgung von der Platine und dem Herzstück eingebaut wurde. Warum sich Trix für eine solche Spannungszuführung entschieden hat, kann ich nicht sagen. Ein angelöteter Draht ist aus meiner Sicht die bessere Lösung.

Das Herzstück wird vorsichtig herausgehebelt. Ein untergelegter Schraubendrehereinsatz schont den Radlenker aus Kunststoff.
Das Herzstück wird vorsichtig herausgehebelt. Ein untergelegter Schraubendrehereinsatz schont den Radlenker aus Kunststoff. – Bild: Guido Kruschke
Das freigelegte Herzstück. Wofür man den aus meiner Sicht sinnlosen Kupferkontakt eingebaut hat, weiß nur der Konstrukteur.
Das freigelegte Herzstück. Wofür man den aus meiner Sicht sinnlosen Kupferkontakt eingebaut hat, weiß nur der Konstrukteur. – Bild: Guido Kruschke

Und genau das habe ich gemacht. Mit einem Schraubendreher wird das Herzstück vorsichtig von beiden Seiten herausgehebelt. Die untergelegte Schraubendreherklinge sorgt dafür, daß der Randlenker geschont wird. Liegt das Herzstück frei, wird der Kupferkontakt entfernt und der Entsorgung zugeführt.

Jetzt wird auf der Rückseite des Herzstücks ein Neusilberdraht angelötet. Mit der entsprechenden Ausrüstung ist das eine Minutensache. Nach dem Abkühlen der Lötstelle wird selbige nachgeschliffen und poliert, so daß sie im nächsten Arbeitsschritt wieder eingesetzt werden kann.

Ein angelöteter Neusilberdraht soll später eine unterbrechungsfreie Spannungsversorgung sicherstellen.
Ein angelöteter Neusilberdraht soll später eine unterbrechungsfreie Spannungsversorgung sicherstellen. – Bild: Guido Kruschke
Damit das bearbeitete Herzstück auch wieder in die Weiche paßt, wird die Lötstelle nachgeschliffen und poliert.
Damit das bearbeitete Herzstück auch wieder in die Weiche paßt, wird die Lötstelle nachgeschliffen und poliert. – Bild: Guido Kruschke
Das Herszstück wird beim Einsetzen sicher mit 2K-Kleber verklebt.
Das Herszstück wird beim Einsetzen sicher mit 2K-Kleber verklebt. – Bild: Guido Kruschke

Vor dem Einsetzen erfolgt das Anmischen eines 2K-Klebers, der in der Folge dafür sorgt, daß das bearbeitete Herzstück künftig bombenfest im Weichenkörper sitzt.

Nach dem Aushärten des 2K-Klebers kann der Neusilberdraht abgelängt und umgebogen werden. An das Ende wird ein Kabel angelötet und direkt zum Jumper geführt und dort ebenfalls angelötet. Diese Art der Spannungszufuhr erschien mir am sichersten.

Das Ende des Neusilberdrahts wird umgebogen und über ein Kabel direkt mit dem Polarisierungsstecker verbunden.
Das Ende des Neusilberdrahts wird umgebogen und über ein Kabel direkt mit dem Polarisierungsstecker verbunden. – Bild: Guido Kruschke

Erste Fahrtests an der umgebauten Weiche haben meine Vermutung bestätigt, daß das Herzstück nicht ausreichend mit Spannung versorgt wurde. Allerdings tritt dieses Problem nicht bei allen Weichen auf. Aus meiner Sicht ist dieser Kupferkontakt die Schwachstelle.

Eine weitere Möglichkeit, die schlanken Weichen noch betriebssicherer zu machen, ist das vorsichtige Hochbiegen der kleinen Federplättchen unter den Lagern der Weichenzungen. Das werde ich ausprobieren, wenn es bei herzstücknachbehandelten Weichen wieder zu kleinen Aussetzern kommen sollte.

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Trix C-Gleis Weiche: Schwächen im Herzstück
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Nach unzähligen Parkettbahnstunden kam der Zeitpunkt, daß so manche Lokomotive auf den schlanken C-Gleis Weichen von Trix ganz kurze Aussetzer hatte.
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ModellbahnTutzing
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2 Gedanken zu „Trix C-Gleis Weiche: Schwächen im Herzstück“

  1. Sehr interessant.
    bei den Rocoline Weichen mit Bettung erfolgt die Polarisierung über ein Kabel direkt an das Herzstück. Da ist kein Federkontakt oder ähnliches. Das ist also dort besser gelöst worden.

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